
Maren Bagge ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.
Vita
Maren Bagge studierte Mathematik, Musik und Musikwissenschaften an der Leibniz Universität Hannover und an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit den Abschlüssen Bachelor of Arts, Master of Education (Musik/Mathematik) und Master of Arts (Musikwissenschaften). Promoviert wurde sie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover mit ihrer Dissertation Favourite Songs. Populäre englische Musikkultur im langen 19. Jahrhundert. Dort arbeitete sie von 2014 bis 2024 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungszentrum Musik und Gender.
Im Rahmen ihres Habilitationsprojekts forscht sie zu musikbezogenen Ausstellungen u.a. in der DDR. Ihre Forschungsinteressen umfassen darüber hinaus musikwissenschaftliche Genderforschung, Public Music History sowie kulturwissenschaftliche Fragestellungen zur Musikgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts, die sie u. a. mit Ansätzen aus der Netzwerk-, Mobilitätsforschung und der Biographik verknüpft. Ein weiterer Fokus liegt auf musikhistoriographischen Fragestellungen mit Blick auf verschiedene (Erinnerungs-)Medien wie etwa Notendrucke, Karikaturen, Nachrufe, Postkarten, Visitenkarten oder Empfehlungsschreiben sowie Orte der Musik(geschichtsschreibung) (u.a. „Domestic Space“, digitale Räume, Museen u.a.).
Publikationsliste (Auswahl)
- Kulturelles Handeln | Macht | Mobil. Interdisziplinäre Studien zur gender- und musikbezogenen Mobilitätsforschung, hg. von Maren Bagge und Nicole K. Strohmann, Köln 2023 (Musik – Kultur – Gender 20).
- Favourite Songs. Populäre englische Musikkultur im langen 19. Jahrhundert, Hildesheim u. a. 2022 (Studien und Materialien zur Musikwissenschaft 116).
- Women Song Composers and the London Ballad Concerts, in: The Routledge Handbook of Women’s Work in Music, hg. von Rhiannon Mathias, New York 2021, S. 260–270.
- My Most Popular Song. Verbreitung englischer Songs und Ballads um 1900, in: Populäre Lieder im langen 19. Jahrhundert / Popular Songs in the Long 19th Century, hg. von Knut Holtsträter und Tobias Widmaier, Münster und New York 2020 (Lied und populäre Kultur / Song and Popular Culture 65), S. 131–150.
- English Musical Salon Culture around 1800 through the Lens of the Caricature (gemeinsam mit Clemens Kreutzfeldt), in: Musical Salon Culture in the Long Nineteenth Century, hg. von Anja Bunzel und Natasha Loges, Woodbridge, Suffolk 2019, S. 95–108.
- „Am besten, wie Sie sehn, tut uns die Pfeife stehn“ – Werbung und Inszenierungsstrategien von Damenorchestern um 1900 auf Postkarten, in: Wege. Festschrift für Susanne Rode-Breymann, hg. von Annette Kreutziger-Herr, Nina Noeske, Nicole K. Strohmann, Antje Tumat, Melanie Unseld und Stefan Weiss, Hildesheim u. a. 2018, S. 5–29.