Chanda VanderHart

Senior Researcher am Zentrum für angewandte Musikforschung an der Donau-Universität Krems

Vita

https://orcid.org/0000-0002-2055-273X

Chanda VanderHart, PhD, ist eine Pianistin und Forscherin mit Sitz in Wien, deren Arbeit an der Schnittstelle von musikalischer Darbietung, Reflexion und Erläuterung angesiedelt ist. Ihre breit gefächerten, interdisziplinären Schwerpunkte umfassen die Liedgeschichte, künstlerische Forschung, digitale Musikwissenschaft, Musikvermittlung, Institutionenkritik, populäre Musik(en), historisch informierte Aufführungspraxis und Gender Studies.

Sie publiziert regelmäßig sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch und hat Beiträge für renommierte Institutionen und Verlage wie Oxford University Press, Cambridge University Press, die Association for Computing Machinery, das Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, das Elfriede-Jelinek-Forschungszentrum sowie die Sorbonne verfasst. Zudem schrieb sie den Lexikonartikel zu Ernestine de Bauduin für MuGI (Musik und Gender im Internet). Eine umfangreiche Hybridpublikation (digital/print) für Routledge/Francis & Taylor mit dem Titel „Accompaniment in America: Contextualizing Collaborative Piano“ steht kurz vor der Veröffentlichung, während ein weiteres Buchprojekt, „Lieder & Performance in 19th Century Vienna; Contexts and Perspectives“, von Oxford University Press in Auftrag gegeben wurde.

Ihre internationale Karriere als Pianistin führte sie unter anderem in den Musikverein Wien, die Malmö Opera, das Banff Centre, das Kala Mandir in Kolkata und die City Recital Hall in Sydney. Sie ist Mitbegründerin der interdisziplinären Konzertreihe „Mosaïque“ sowie der multimedialen Erzählplattform „Talespin, Musical Tales for Big and Small“, die neue Musik und visuelle Kunst zu Märchen aus aller Welt in Auftrag gibt. Darüber hinaus initiierte sie die Podcast-Serie „Too Many Frocks“, die sich mit Genderfragen und Liedkunst auseinandersetzt. Regelmäßig tritt sie mit dem Zirkusorchester „The Freestyle Orchestra“ als Luftartistin und Pianistin auf, widmet sich der Aufnahme von Kunstliedern und Kammermusik vergessener Komponist:innen und ist seit über einem Jahrzehnt als Musikkritikerin für die in London ansässige Plattform „Bachtrack“ tätig.

Ihr Bachelorstudium im Konzertfach-Klavier absolvierte sie summa cum laude an der Eastman School of Music. Es folgten drei Masterstudiengänge in den Bereichen Vokalbegleitung und Korrepetition in Österreich, wo sie unter anderem bei Julius Drake, Carolyn Hague, Roger Vignoles, Kristin Okerlund und David Aronson studierte. 2016 schloss sie ihre Promotion in Musikwissenschaft an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien – mit der Dissertation „Die Entwicklung des Kunstliedes im Wiener Konzertleben zwischen 1848 und 1897“ ab. Im Jahr 2023 erlangte sie zudem die Zertifizierung als Data Steward an der Universität Wien.

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Publikationsliste (Auswahl)